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Nachwort

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Noch ein paar Worte die mir noch eingefallen sind.

Nachwort

An manchen Tagen fehlt mein kleiner Freund sehr. Dann spüre ich das ein wundervoller Abschnitt unwiderruflich zu Ende ist, durch Monty habe ich meine beste Freundin kennen gelernt, habe die Natur neu entdeckt, meine Beobachtungsgabe geschärft, bin ruhiger geworden (mit Monty als Hund eine Kunst), habe von Monty gelernt wachsam zu sein und mich zum Frühaufsteher gemausert. Wir zwei konnten die Welt auf den Kopf stellen oder zusammen den Tag verratzen. Er war da, wenn es mir schlecht ging und hat sich geduldig als Schmusekissen benutzen lassen. Auch das ich ihm den ganzen Tag vollgequasselt habe(war sonst keiner da) hat er schicksalsergeben ertragen. Mit Monty konnte ich Blödsinn machen und er hat den ganzen Spaß mitgemacht. Selten, ich glaube eigentlich nie, hat er schlechte Laune gehabt. Mein Sonnenschein an trüben Tagen - hast immer ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.

Manch einer mag jetzt denken, die übertreiben es aber ein wenig...na und !

Wir sind manchmal Umwege von zwei Kilometern gelaufen wenn wir meinten das wir so kritischen Situationen aus dem Weg gehen konnten. Und kritisch war einiges. Viele Hundebesitzer lassen ihre Hunde frei im Feld laufen (ist ja auch in Ordnung, nur sollten sie dann auch in Sicht und Rufweite sein, wenn der Hund einen Kilometer voraus ist, können sie ja wohl nicht mehr eingreifen) immer mit dem blöden Argument, der tut ihrem Hund nichts- ja und? Aber unser Hund tut vielleicht seinem was! Monty war bei meiner Tochter und mir immer an der Leine, sein Jagdtrieb war extrem ausgeprägt. Im Notfall hätte ich ihn von der Leine machen müssen- einfach, damit er sich auch verteidigen kann. Besonders schön war es immer, wenn eine Person mit drei, vier Hunden ohne Leine uns entgegenkam. Was hätten wir für eine Wahl gehabt? Und Monty? Monty war immer gleich auf Angriff-ist-die-beste-Verteidigung eingestellt. Also Heil im Rückzug gesucht, und den Spaziergang um Kilometer verlängert. Über den Leichtsinn oder das nicht Nachdenken von anderen Hundehaltern haben wir uns immer fürchterlich aufgeregt.

Auch rege ich mich bis heute über Menschen auf, die ihren Müll in der Butnik entsorgen! Wie oft lagen zerbrochene Flaschen auf den Wegen die wir abgelaufen sind, selbst in der Feldmark. Mehr als einmal konnten wir noch grad so verhindern, dass er in Scherben tritt. Das beste Beispiel wie sowas enden kann, erlebte meine Freundin, an diesem Tag sind wir nicht zusammen gelaufen. Ihre Hoschi (eine kleine Mischlingshündin) ist im Feld in eine Scherbe getreten. Die Scherbe hat ihr am Fuß sämtliche Arterien und Bänder durchtrennt. Bis nach Hause sind es dann ca. zehn Minuten. Mit einem schwer verletztem Hund auf dem Arm (der nicht grad leicht ist) dauert es dementsprechend länger. Es war Sommer und Silvia zog ihr T-Shirt aus um die Blutung zu stoppen, Hoschi verlor viel, viel Blut. Da ist meine Freundin also nur im BH zurückgelaufen – hat die Hauptstraße erreicht, und kein einziger Autofahrer hält an. Silvia war überall voll Blut und wie gesagt im BH- da hält man doch an und hilft. Zum Glück hatte unsere Tierärztin Notdienst (sowas passiert natürlich immer Sonntags) Hoschi hat es grad noch so geschafft, in einer Not OP wurde sie zusammengeflickt. Die Tierärztin sagte noch das Hoschi keine zehn Minuten später verblutet wäre. Es macht mich heute noch betroffen, wenn ich daran denke wie kalt Menschen sind denen ein Anblick wie der meiner Freundin am Hintern vorbeigeht. Erwähnte ich übrigens das Silvia noch einen anderen Hund an der Leine führen musste während sie Hoschi nach Hause trug? Soviel zum Thema Müllentsorgung.

Ebenso im Gedächtnis bleibt mir ein Waldspaziergang, wir sind mitten in eine Jagd geraten, nirgends standen Schilder die uns auf diese Gefahr hingewiesen hätten. Als die wilde Knallerei losging haben wir lauthals zu singen angefangen. Wir hatten nicht eine Minute Angst das man uns mit Wildschweinen verwechselt, aber wir hatten Angst, das unsere Hunde vor die Flinte kommen – was die Jäger gedacht haben war uns total egal.

So gibt es viele Dinge, über die ich mich aufregen konnte und immer noch kann.

 

Jugendliche, die am Grundstück vorbeikamen und angefangen haben laut zu Bellen( wie blöd kann man eigentlich sein?) Monty hat sich schon gemerkt, wer so etwas gemacht hat, beim nächsten Spaziergang hat er seiner Wut auch Luft gemacht.

Auch diese blöde Silvesterknallerei, die schon Tage vorher losgeht und erst eine Woche später vorbei ist, muss man Tieren Knaller hinterher werfen?

Das Leben könnte so einfach sein, wenn manche Menschen ihr Hirn benutzen würden.

Für viele Menschen sind Tiere einfach nur Objekte, ob als Gebrauchsgegenstand, Wachinstrument, Sportgerät, Prestigeartikel oder Accessoires oft auch als Statussymbol.

So werden die Tiere dann auch behandelt, da gibt es keine tiefere Bindung.

Bei uns ist das anders, Tiere haben Augen, Ohren und sind durchaus in der Lage sich mitzuteilen. Sie haben ebenso wie wir Gefühle, das fängt bei Freude an und hört bei Schmerz auf.

Monty war immer ein absolut vollwertiges Familienmitglied. Auch wenn er nicht ganz einfach war, wären wir nie auf die Idee gekommen ihn deshalb „ abzugeben“. Es gibt für alles Lösungen, bei manchen Lösungen muss der Mensch dann halt auch bereit sein Opfer zu bringen. Unser Hund konnte nicht allein bleiben, er zitterte am ganzen Körper und sah fürchterlich erbärmlich aus. Er machte dann die ganze Wohnung voll. Wir haben wirklich aaaalles ausprobiert- nichts half. Wenn wir ihn deshalb weggegeben hätten, wäre er nie länger als vier Wochen bei anderen Menschen geblieben, er wäre sicher ein Tierheimkandidat gewesen. Wir haben eine Lösung gefunden, einer blieb halt immer zu Hause. Nicht einfach und oft ärgerlich, manchmal organisatorisch eine Herausforderung. Im Umfeld stieß das auf wenig Verständnis (wenn man sagte: „ich kann nicht, ich muss auf den Hund aufpassen“). Wenn wir ihn mitnehmen konnten haben wir das getan, manchmal ist er auch bei meiner Freundin gewesen, die hat dann auf unseren Rabauken aufgepasst. Und trotzdem würde ich mir wieder meinen Monty aussuchen auch wenn ich wüsste wie schwierig es manchmal wär. Was bedeutet es schon wenn man seinen Alltag etwas anders gestalten muss, wenn man dafür soviel Liebe und Dankbarkeit zurück bekommt.

 Es ist so vieles was mir jetzt fehlt......wenn ich jetzt morgens aufwache und aus der Schlafzimmertür komme, steht kein grummelnder Hund auf und geht schlurfend zu seinem anderen Schlafplatz, niemand wartet darauf stürmisch begrüßt zu werden, wenn ich von der Arbeit komme, auch werde ich nicht mehr stürmisch begrüßt wenn ich Heim komme, Kochen hat sämtlichen Spaß verloren, keiner, der mehr gierig auf seine Schul- und Arbeitsbrote wartet, meine Terrassentür ist nicht mehr vollgesabbert und kein Hundekopf schaut aus dem Fenster, um zu gucken wann Melanie nach Hause kommt, keine dreckigen Hosen mehr, kein Schnarchen das die Dächer wackeln lässt, keine Schmusebacke die weich und flauschig ist, kein Bellen, wenn etwas nicht schnell genug geht. So viele Dinge die man gar nicht bewusst wahrgenommen hat - wenn es Currywurst gab, war eine immer für Monty reserviert, Puffer oder Pfannenkuchen haben seine Augen glänzen lassen, Grillsaison hieß automatisch für den Hund kleine Bratwürste (das gehörte dazu). Niemals wurde hier Wurst weggeschmissen, Monty sorgte stets dafür, dass hier nichts schlecht werden konnte. Wenn ich heute Currywurst mache dann könnte ich immer heulen, wenn Brot übrig ist, wird es weggeschmissen auch da blutet mein Herz. Und an das erste mal Grillen dieses Jahr darf ich gar nicht denken. Sein Trampelpfad im Garten ist mittlerweile vom Gras zugewachsen (solange Monty Herr dieses Gartens war, wuchs dort nicht ein Halm) auch dieser Anblick macht mich traurig. Es macht mich traurig, wenn es fünf Uhr wird, weil wir dann im Winter unsere Runde gelaufen sind, der Anblick von Rehen und Hasen ist frustrierend. Alles was bis September passiert, passiert zum ersten Mal ohne Monty. Manchmal frage ich mich ob diese tiefe Traurigkeit einmal Platz macht um nur glücklich zurückzudenken? Doch ich glaube, wenn man so viele Dinge gemeinsam erlebt und durchgestanden hat, kann man gar nicht anders als stets mit etwas Wehmut zurückzudenken - denn grade hier wird ja deutlich das etwas wunderschönes endgültig vorbei ist. Und ersetzen kann man niemanden, jedes Geschöpf ist einmalig. Monty sowieso.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Beate, 29.03.2008 um 21:02 (UTC):
Lieber Monty,
deine liebe Kathrin spricht mir aus der Seele.
Ich kann noch etwas dazu tun...
manche Menschen denken,wenn man einen Hund hat,ist es "schmutziger" in der Wohnung.
Das Gegenteil ist der Fall(mal abgesehen von schwarzen Pfötchen)ist es jetzt "schmutziger" bei mir.
Seid meine liebe Sally nicht mehr da ist,ist kein Leben mehr im Haus,alles ist schrecklich ruhig,es ist einfach kein Mittelpunkt mehr da.
Ich grüße euch ganz lieb.



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